Kalkulatorium · Rechner für den Alltag

Stundensatz-Rechner für Selbstständige

Finde heraus, wie viel du pro Stunde verlangen musst, damit nach Kosten, Steuern, Urlaub und unbezahlter Arbeitszeit wirklich das Netto-Einkommen übrig bleibt, das du dir wünschst.

Deine Angaben

Einkommen
€
€
%
Kosten
€
Arbeitszeit
Tage
Std.
Tage
Tage
Tage
%
Umsatzsteuer

Dein Stundensatz

Mindest-Stundensatz netto
–
Tagessatz netto
–
Abrechenbare Stunden pro Jahr
–
Arbeitstage pro Jahr
–

So setzt sich dein Umsatz zusammen

Netto-Einkommen und Vorsorge
–
Steuerrücklage
–
Betriebskosten
–
Nötiger Jahresumsatz (netto)
–
Das entspricht pro Monat
–

Was wäre, wenn deine Auslastung anders ist?

AbrechenbarStundensatz nettoTagessatz netto

Vereinfachte Schätzung ohne Gewähr. Sie ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die Rücklage für Steuern wird pauschal auf den Gewinn gerechnet.

So berechnest du deinen Stundensatz als Selbstständiger

Viele Selbstständige teilen ihr Wunschgehalt einfach durch die Stunden eines Monats. Das Ergebnis ist fast immer zu niedrig. Denn als Selbstständiger bezahlst du Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern selbst, du hast Betriebskosten, und du hast weder bezahlten Urlaub noch bezahlte Krankheitstage. Außerdem kannst du nur einen Teil deiner Arbeitszeit tatsächlich in Rechnung stellen.

Dieser Rechner geht deshalb den umgekehrten Weg: Zuerst ermittelt er, wie viel Umsatz du im Jahr brauchst. Danach teilt er diesen Betrag durch die Stunden, die du wirklich abrechnen kannst.

Die Rechnung in vier Schritten

  • Gewinn vor Steuern: Wunsch-Netto plus Vorsorge, geteilt durch (1 minus Steuerrücklage), mal 12 Monate.
  • Jahresumsatz: Gewinn plus Betriebskosten für das ganze Jahr.
  • Abrechenbare Stunden: Arbeitstage nach Abzug von Urlaub, Feiertagen und Krankheit, mal Stunden pro Tag, mal Anteil abrechenbarer Stunden.
  • Stundensatz: Jahresumsatz geteilt durch abrechenbare Stunden.

Häufige Fragen

Warum reicht mein gewünschtes Gehalt geteilt durch 160 Stunden nicht?

Weil ein Monat nicht 160 abrechenbare Stunden hat. Urlaub, Feiertage, Krankheit sowie Zeit für Angebote, Buchhaltung und Kundengespräche ohne Auftrag fallen heraus. Bei einem Anteil von 65 % abrechenbarer Zeit sind das von 40 Wochenstunden nur etwa 26 Stunden, die Geld bringen.

Was bedeutet der Anteil abrechenbarer Stunden?

Das ist der Teil deiner Arbeitszeit, den du einem Kunden in Rechnung stellen kannst. Alles andere, etwa Akquise, Rechnungen schreiben, Weiterbildung oder Organisation, bezahlt dir niemand direkt. Als Einsteiger sind 50 bis 60 % realistisch, mit Stammkunden sind auch 70 bis 80 % möglich.

Was ändert sich, wenn ich Kleinunternehmer bin?

Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer aus. Dein Stundensatz netto ist dann gleichzeitig der Betrag, den du dem Kunden berechnest. Andere Selbstständige schlagen auf den Nettobetrag die Umsatzsteuer auf, aktuell 19 % im Regelfall. Diese Umsatzsteuer gehört dir nicht, sie geht ans Finanzamt.

Wie hoch sollte die Rücklage für Steuern sein?

Das hängt von deinem Gewinn und deiner persönlichen Situation ab. Im Rechner kannst du einen Prozentsatz einstellen. Welcher für dich passt, kann dir ein Steuerberater oder eine Lohnsteuerhilfe sagen. Wenn du unsicher bist, rechne lieber etwas höher.

Ist der berechnete Satz mein Marktpreis?

Nein. Der Wert zeigt dir die Untergrenze, unter der du dauerhaft draufzahlst. Was Kunden bereit sind zu zahlen, hängt von deiner Branche, Erfahrung und Nachfrage ab. Vergleiche das Ergebnis deshalb mit den Preisen in deinem Markt und rechne mit einem Puffer.